Eine beliebte, allerdings organisatorisch auch etwas aufwändigere Möglichkeit, ein Semester im Ausland zu verbringen, ist der selbst organisierte Auslandsaufenthalt. Dafür muss man die gewünschte ausländische Universität anschreiben und nachfragen, ob dort die Möglichkeit eines Auslandssemesters oder -jahres besteht und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen.  

Die Anerkennung von Studienleistungen, die man im Ausland erbracht hat, ist allerdings oftmals sehr problematisch. Deshalb sollte man sich mit diesem Thema bereits vor Antritt des Auslandsaufenthaltes auseinandersetzen! Grundsätzlich erkennt das zuständige Landesprüfungsamt keine Studienleistungen an, die im Ausland erbracht wurden, da diese nicht der deutschen Approbationsordnung entsprechen. Wendet man sich jedoch an die Professor*innen der eigenen Universität, ist es manchmal möglich, sich die Leistungen (teilweise) anrechnen zu lassen. Die Professor*innen können bescheinigen, dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen dem entsprechen, was sie in ihren eigenen Lehrveranstaltungen lehren und prüfen. Somit ist eine Anerkennung von einzelnen Praktika und Seminaren bzw. wenigstens Teilen davon grundsätzlich möglich. Dazu sollten dem*der Professor*in neben den eigenen Aufzeichnungen auf jeden Fall auch Studienordnungen und Kataloge der Lehrinhalte bzw. des Prüfungsstoffs vorgelegt werden können.  Allerdings wird auch eine weitestgehende Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen kaum dazu führen, dass ein ganzes Semester angerechnet wird, sodass es durch ein Auslandssemester eigentlich immer zu einer Verlängerung des Pharmaziestudiums kommt. Die persönliche und fachliche Weiterentwicklung, die Ihr während dieses Auslandsaufenthaltes erfahrt, macht diesen „Nachteil“ aber mehr als wett. Zudem gleichen auch die vielen Erfahrungen und Eindrücke, mit denen man nach Deutschland zurückkehrt, die Vorbereitungsarbeit wieder aus. Mehr zur Finanzierung Eures Auslandsaufenthalts erfahrt Ihr hier. Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne an den*die Beauftragte*n für Auslandsaufenthalte auslandsaufenthalte@bphd.de wenden.