Auslands-PJ-FAQ

Deine Frage wird durch die folgenden Informationen nicht beantwortet? Dann schreib uns!

Gemäß § 22 Absatz 1 Nummer 3 der Approbationsordnung für Apotheker (AappO) können sechs Monate der zwölfmonatigen praktischen Ausbildung im Ausland absolviert werden. Grundsätzlich kommen dazu Praktikumsstellen im Sinne von § 4 Absatz 1 Nummer 2 infrage:  
  • Öffentliche Apotheke
  • Krankenhausapotheke
  • Pharmazeutische Industrie
  • Universitätsinstitut oder Forschungsinstitut
  • Arzneimitteluntersuchungsstelle
Letztendlich entscheidet das zuständige Prüfungsamt, bei dem ihr euch zum Dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung anmeldet, über die Anerkennung des Auslandspraktikums im Sinne der AappO. Daher raten wir in jedem Fall vor Antritt eines Auslands-PJ die Anerkennung mit dem Landesprüfungsamt abzuklären.
Wir empfehlen, sich nach dem ersten Staatsexamen schon Gedanken zu einem möglichen PJ im Ausland zu machen, mindestens aber ein Jahr vor dem geplanten Praktikumsantritt.
In der Regel wird ein PJ im Ausland leider nicht bezahlt, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Nein, der BPhD selbst vergibt kein Stipendium für ein PJ im Ausland.
Das ist von Universität zu Universität unterschiedlich. Erkundigt euch daher bei eurer Universität oder bei älteren Kommilitonen, die schon im PJ sind.
Grundsätzlich ja, solange ein Betreuer an einer deutschen Universität gegeben ist, der dem zustimmt. Das Diplom in Pharmazie ist allerdings nicht an jedem deutschen Pharmaziestandort möglich, aber man kann sich prinzipiell bei einer anderen Universität, die den Studiengang Diplompharmazie anbietet, einschreiben, auch wenn man nicht an dieser Universität studiert hat. Erfahre hier mehr.
Ja! Die European Pharmaceutical Students‘ Association (EPSA) bietet euch die Möglichkeit, eure Forschungsarbeiten in der EPSA Students' Science Publication" (kurz ESSP) zu veröffentlichen. Es handelt sich hierbei um eine Zeitschrift, die halbjährlich als Online-Version sowie als Printausgabe auf EPSA-Auslandskongressen erscheint und in welcher wissenschaftliche Arbeiten von Pharmaziestudenten aus ganz Europa veröffentlicht werden. Falls ihr also im Studium oder PJ einen tollen Wahlfplichtpraktikumsbericht, eine Diplomarbeit oder eine andere wissenschaftliche Arbeit geschrieben habt, dann nutzt doch die Möglichkeit, eure Forschungsarbeit, in der ESSP zu veröffentlichen. Gemeinsam mit der EUFEPS (European Federation for Pharmaceutical Science) überprüft und wählt EPSA gelungene Forschungarbeiten für die Veröffentlichung aus! Erfahre hier mehr: http://www.epsa-online.org/epsa-students-science-publication/
In Absprache mit dem zuständigen Prüfungsamt kann die Ableistung der Nicht-Apotheken-PJ-Hälfte von zweimal drei Monaten erfragt werden. Somit könnten drei Monate im Ausland und drei Monate in einem weiteren Bereich in Deutschland verbracht werden. Darüber hinaus besteht prinzipiell die Möglichkeit, neben den beiden regulären PJ-Halbjahren ein weiteres PJ-Halbjahr abzuleisten, aber bitte auch in diesem Fall Rücksprache mit dem Prüfungsamt halten!
Das Landesprüfungsamt desjenigen Bundeslandes, in welchem man den dritten Abschnitt der pharmazeutischen Prüfung (drittes Staatsexamne) ablegen möchte bzw. bei dem man sich zur Prüfung melden möchte, ist für die Anerkennung des Auslands-PJ zuständig.
Nein – du kannst den PBU grundsätzlich dort ablegen, wo du möchtest. Dein drittes Staatsexamen kannst du wie gewohnt in dem Bundesland ablegen, in welchem du schon dein zweites Staatsexamen absolviert hast. Du wirst dein drittes Staatsexamen in dem Bundesland ablegen, in welchem das Landesprüfungsamt sitzt, bei dem du dich letztendlich zur Prüfung für das drittes Staatsexamen meldest. Zur Anmeldung zum Examen benötigst du die PBU-Teilnahmebestätigung, die du beim PBU jedes Bundeslands erhältst. Deine Teilnahme am PBU in einem „anderen“ Bundesland hat also keinen Effekt auf deine Wahl für das Bundesland, in welchem du das dritte Staatsexamen ablegen willst.
Nach § 22 der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) erfolgt die Anerkennung auf Antrag. Daher lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Die Anerkennung hängt vorrangig von der Praktikumsstelle, Betreuer und den Tätigkeiten während des Praktikums ab – nicht vom Land, in dem das Praktikum durchgeführt werden soll. Über die Anerkennung kann also nur das zuständige Landesprüfungsamt nach Begutachten der von euch eingebrachten Informationen entscheiden, die ihr über die dem Prüfungsamt vorlegt. Wenn ihr noch keine Stelle in Aussicht habt,  könnt ihr vorab beim Landesprüfungsamt fragen, welche Infos und Nachweise grundsätzlich im Voraus und nach dem Praktikum erbracht werden müssen, damit eine Anerkennung erreicht wird. Haltet euch an die Vorgaben in der Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) zum PJ :
  • 4 Praktische Ausbildung
(1) Die praktische Ausbildung nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 findet nach dem Bestehen des Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung statt. Sie gliedert sich in eine Ausbildung von
  1. sechs Monaten in einer öffentlichen Apotheke, die keine Zweigapotheke ist, und
  2. sechs Monaten, die wahlweise in
  3. a) einer Apotheke nach Nummer 1,
  4. b) einer Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke,
  5. c) der pharmazeutischen Industrie,
  6. d) einem Universitätsinstitut oder in anderen geeigneten wissenschaftlichen Institutionen einschließlich solchen der Bundeswehr,
  7. e) einer Arzneimitteluntersuchungsstelle oder einer vergleichbaren Einrichtung einschließlich solcher der Bundeswehr abzuleisten sind.
Drei Monate einer Ausbildung nach Satz 2 Nr. 2 Buchstabe b können auch auf der Station eines Krankenhauses oder Bundeswehrkrankenhauses abgeleistet werden. (2) Während der ganztägigen praktischen Ausbildung sollen die im vorhergehenden Studium erworbenen pharmazeutischen Kenntnisse vertieft, erweitert und praktisch angewendet werden. Zur Ausbildung gehören insbesondere die pharmazeutischen Tätigkeiten im Sinne des § 2 Absatz 3 der Bundes-Apothekerordnung. Die Ausbildung umfasst auch Medizinprodukte, die in den Apotheken in den Verkehr gebracht werden. Die Ausbildung muß von einem Apotheker, der hauptberuflich in der Ausbildungsstätte tätig ist, geleitet werden; sofern sie an einem Universitätsinstitut abgeleistet wird, umfaßt sie eine pharmazeutisch-wissenschaftliche Tätigkeit unter der Leitung eines Professors, Hochschul- oder Privatdozenten. (3) Der Auszubildende hat seine Arbeitskraft zu regelmäßiger Mitarbeit zur Verfügung zu stellen und sich auf den Dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung vorzubereiten. Er darf nur zu Tätigkeiten herangezogen werden, die seine Ausbildung fördern. Über die praktische Ausbildung erhält der Auszubildende eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 5.   Schaut euch darüber hinaus auf der Internetpräsenz eures Landesprüfungsamtes nach bzw. setzt euch mit ihm in Kontakt, um zu erfahren, welche Informationen oder Nachweise das Prüfungsamt, um eine Anerkennung zu erreichen.
Die Zuständigkeiten sind grundsätzlich folgende, können aber in manchen Bundesländern abweichen: Anmeldung zum dritten Staatsexamen: Diese erfolgt beim zuständigen Landesprüfungsamt desjenigen Bundeslandes, in dem ihr das dritte Staatsexamen ablegen möchtet. Anerkennung eines Ausland-PJ: Die Anerkennung des PJ ist eine notwendige Voraussetzung für die Anmeldung zum dritten Staatsexamen. Daher ist das zuständige Landesprüfungsamt in dem Bundesland, in dem ihr das dritte Staatsexamen ablegen möchtet, der Ansprechpartner für die Anerkennung eines Auslands-PJ. Anmeldung zum praktikumsbegleitenden Unterricht  (PBU): Der PBU wird von den Apothekerkammern der einzelnen Bundesländer organisiert. Daher solltet ihr euch für Informationen und zur Anmeldung zum PBU mit eurer Landesapothekerkammer in Verbindung setzen. Beachtet: Nicht in allen Bundeländern wird der Unterricht als ganzes (d.h. beide Blöcke: Recht und Pharmazeutische Praxis) innerhalb eines Halbjahrs angeboten. Wer also nicht aus dem Ausland für den Unterricht anreisen kann, sollte sich um eine Anmeldung zum PBU in einem solchen Bundesland, wo der gesamte PBU innerhalb eines Halbjahres besucht werden kann, kümmern bzw. diese erfragen. Für die Anmeldung zum dritten Staatsexamen bei eurem gewohnten Landesprüfungsamt ist es nicht relevant, in welchem Bundesland der PBU besucht wurde; Hauptsache, er wurde besucht und ihr legt eurem Prüfungsamt die Bescheinigungen der Teilnahme vor.
Leider ist uns keine solche Liste bekannt, aber lest hier in unserem Organisationsleitfaden für Auslands-PJ nach, wie man an einen Auslandspraktikumsplatz gelangt: PJ Orga-Leitfaden Für einen Praktikumsplatz in ausländischen pharmazeutischen Unternehmen ist in der Regel viel Eigeninitiative gefragt.
In diesem Fall empfiehlt es sich, am PBU einer Landesapothekerkammer teilzunehmen, die diesen „am Stück“ anbietet, d.h. die 2x zweiwöchigen Themenblöcke (pharm. Recht & pharm. Praxis) hintereinander innerhalb eines Halbjahres anbietet. Die bayerische Apothekerkammer, die Apothekerkammer Berlin und die Apothekerkammer Niedersachsen bieten beide Blöcke, also den gesamten PBU, jedes Halbjahr an, wobei man zum einen die Anmeldefristen beachten sollte. Zum anderen gilt es zu beachten, dass bei der Apothekerkammer Berlin diejenigen Studierenden Anrecht auf einen PBU Platz haben, die ihr zweites Staatsexamen in Berlin abgelegt haben und die ihr Offizin-PJ in Berlin oder Brandenburg durchführen. Pharmazeuten bzw. Studierende aus anderen Bundesländern können den PBU  in Berlin besuchen, wenn noch Plätze frei sind. Die Apothekerkammer Niedersachsen bietet den PBU für Studierende an, die ihr Pharmaziestudium in Braunschweig abgeschlossen haben oder die ihr Offizin-PJ in Niedersachsen durchführen. In Ausnahmefällen können Studierende aus anderen Bundesländern am PBU in Niedersachsen teilnehmen, wenn noch Plätze frei sind. Dazu muss sich aber schriftlich im Voraus mit der Apothekerkammer Niedersachsen in Verbindung gesetzt werden. Die Bayerische Landesapothekerkammer bietet die PBU-Plätze nach dem Windhundprinzip, d.h. dass die PBU-Plätze nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben werden. In jedem Fall sollte man sich mehrere Monate im Voraus mit den Apothekerkammern in Verbindung setzen um sich auf die Teilnahme zu einigen und die Anmeldeprioritäten sollten beachtet werden. Die Inhalte des PBU sind in jedem Bundesland dieselben. Am Ende der Veranstaltung erhält man ein Zertifikat über die Teilnahme, welche von den Kammern bzw. Landesprüfungsämter anderer Bundesländer anerkannt wird. Das heißt also, dass ihr nach wie vor euer drittes Staatsexamen in dem Bundesland ablegen könnt, in welchem ihr schon das zweites Staatsexamen abgelegt habt.
Zur Anmeldefrist des PBU und zur Priorität der Platzverteilung bitte auf der Internetpräsenz der Apothekerkammern (siehe Frage 19)  nachschauen bzw. sich mit den Apothekerkammern in Verbindung setzen und fragen, ab wann Anmeldung möglich ist. Manchmal ist die Anmeldung ein halbes Jahr im Voraus schon möglich.
Speziell für das Auslands-PJ gibt es keine Programme, aber einige pharmazeutischen Praktikumsprogramme lassen sich auf ein Auslands-PJ anwenden. Erfahre hier mehr.
Eines der zwei PJ-Halbjahre muss in einer Offizin in Deutschland verbracht werden, so sieht es die Approbationsordnung für Apotheker vor (§ 4 Praktische Ausbildung).
Es kommt zum einen auf den Praktikumsgeber an, welcher Auskunft darüber geben kann, ob die Kenntnis der Landessprache eine notwendige Bedingung dafür ist, dass du den Praktikumsplatz erhältst oder ob die Kenntnis einer anderen Sprache als Arbeitssprache ausreicht. Zum anderen Verlangen manche Landesprüfungsämter für die Anerkennung des Ausland-PJ einen Sprachnachweis. Ihr solltet daher vorher mit eurem Landesprüfungsamt abklären bzw. auf deren Internetseite nachschauen, ob ein Sprachnachweis gefordert wird.
In unserer Erfahrungsberichte-Sammlung kannst du nach Auslandserfahrungsberichten in Krankenhäusern stöbern. Es gibt ein kostenloses Praktikumsprogramm für Pharmaziestudierende, die in europäischen Krankenhäusern ein mehrmonatiges Praktikum durchführen wollen – die EAHP Internship Database. Erfahre hier mehr.
Hier sind wir überfragt und können euch leider keine Antwort liefern.
Es kann problematisch werden, wenn man seine Auslands-PJ-Hälfte auf das erste PJ-Halbjahr legt und das zweite Staatsexamen nicht besteht und sich somit der Antrittszeitpunkt des PJ verzögert. Erkundigt euch eventuell nochmal bei eurer Universität, ob es zeitnahe Wiederholungstermine für das zweite Staatsexamen gibt. Eine sicherere Lösung wäre die Planung des Auslands-PJ in der regulären zweiten PJ-Hälfte, damit man bei eventuellem Nichtbestehen des zweiten Staatsexamens trotzdem das Auslands-PJ durchführen kann. Andererseits könntet ihr, wenn ihr eine Auslands-PJ-Stelle in Aussicht habt bzw. mit einem Praktikumsgeber in Kontakt seid, fragen, ob sich der Antrittszeitpunkt des PJ auch verschieben darf.
Nein. Dass der Betreuer eines Pharmaziepraktikums im Ausland ein deutscher Apotheker sein muss, ist nicht richtig und leider ein unter Pharmaziestudierenden verbreiteter Mythos. Die Voraussetzungen für eine Anerkennung eines Pharmaziespraktikums im Ausland regelt die Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) in § 4 und in § 22. Die einzigen Anforderungen, die in der AAppO für den Betreuer genannt werden, sind folgende: "Die Ausbildung muß von einem Apotheker, der hauptberuflich in der Ausbildungsstätte tätig ist, geleitet werden; sofern sie an einem Universitätsinstitut abgeleistet wird, umfaßt sie eine pharmazeutisch-wissenschaftliche Tätigkeit unter der Leitung eines Professors, Hochschul- oder Privatdozenten". Dabei ist die Nationalität bzw. das Land, in welchem der Apotheker bzw. in letzterem Fall der Professor/Dozent seine Ausbildung abgeschlossen hat, nicht relevant. Letztendlich entscheidet das zuständige Prüfungsamt über die Anerkennung eines Pharmaziepraktikums im Ausland. Daher empfehlen wir, beim eigenen Prüfungsamt nachzufragen, was die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Auslands-PJ sind und welche Informationen und Dokumente sie im Voraus benötigen, damit der Anerkennung nichts im Weg steht.
Vielleicht habt ihr den plakativen Ton in dieser Frage selbst bemerkt – dass nur Studierende mit guten Noten Stipendien erhalten sind zunächst nur Behauptungen und man weiß nie, ob man ein Stipendium erhalten kann, bis man es nicht selbst ausprobiert hat. Lasst euch nicht unterkriegen und versucht es doch mit der Bewerbung auf ein Stipendium. Erfahre hier mehr über mögliche Stipendien für ein Auslands-PJ.